Die Sedcard

Die Sed-Cards, oder auch Compcards genannt, sind das wohl dein wichtigstes Werbemittel als Fotomodells zur Anpreisung deiner Tätigkeit.
Der Name führt zurück auf eine britische Agentur, deren Inhaber in den 60er Jahren diese  Karten erfunden hat. Die Agentur hatte als eine der 1. Filialen in Hamburg und New York.

Sed-Cards sind mittlerweile in allen Agenturen das Organisations- und Arbeitsmittel schlechthin.
Eine Sed-Card hat das Format von DIN A5 oder auch dem US-Format "US-Statement/Half. Es ist sinnvoll sich diesem Format anzupassen, die Drucke sind dann billiger als bei einem anderen Format. Sed-Cards zeigen auf der Vorderseite ein einzelnes von dir Foto.

Es ist meist ein Portrait mit Augenkontakt, als Model solltest du hierfür direkt in die Kamera blicken. Sed-Cards stehen in beinahe allen Agenturen nebeneinander und untereinander.
Hier sind ganze Wände sind mit Sed-Cards gefüllt. Die Booker einer Agentur wie auch die Fotografen oder die Agenturen haben wenig Zeit zum Selektieren. Für jede Produktion herrschen besondere Vorgaben bezüglich der Haarfarbe.
Die Haarfarbe sollte also gut zu erkennen sein. Nur in einigen wenigen Ausnahmefällen zeigt man besondere Körperpartien separat.

Auf das Deckblatt sollte immer ein formatfüllendes Portrait von dir. Hierzu dein Name als Modell.
Eine farbige Hervorhebung lenkt vom Bild ab. Ein Deckblatt ist jener Punkt, wo es um die Buchung oder auch die Nichtbuchung von dir als Model geht. Sed-Cards sind meist einfache Karten von ungefähr 280 gr./qm, oder sie sind Klappkarten die ein oder auch zweimal ausgeklappt werden können.  Je dicker eine Set-Card ist, desto teurer ist sie auch. Die Titelseite ist meist farbig gedruckt.

Aus Gründen der zu hohen Kosten ist die Innenseite beinahe immer Schwarzweiss gedruckt.
Teure Set- Cards erneuert man nicht so oft, sie sind meist veraltet. Man sollte zumindest 1000 Stück zu Beginn drucken. An die Agenturen schickt man gleich mehrere Exemplare. Bei den Fotografen genügen 2 Stück.
Wenn einer Agentur die Karten ausgehen macht die meist von der letzten Fotokopien.
Die guten Karten sind UV-lackiert oder cellophaniert. Falls die Entscheidung noch offen ist dann sollte man immer die cellophanierte Karte wählen.

Auf einer Rückseite oder auch der Innenseite sind die Daten des Modells gedruckt. Hierzu  gehören deine Körpergröße, deine Oberweite, deine Taille, deine Hüfte, wenn Du eine Dame bist auch die BH-Größe, deine Konfektionsgröße, deine Schuhgröße, deine Kopfweite, deine Augenfarbe, deine Haarfarbe.
Mindestens deine Haarfarbe sollte dann auch gleich bleiben. Die Angaben macht man in Deutsch als auch in Englisch. Die Schuhgrössen beziehungsweise die Konfektionen sind auch in US-Grössen anzugeben.  
Man lässt einen Bereich auf der Rückseite frei. Hier kann die Agentur oder auch du als Modell einen Aufkleber mit der Kontaktadresse aufkleben.

Die Rückseite und manchmal die Innenseite beinhalten weitere Fotos von dir. Sie zeigen möglichst viele Varianten.  Dies kann in Abendgarderobe sein, eine sportliche Aktivitäten zeigen, Lifestyle oder Wut ausdrücken. Je mehr unterschiedliche Stimmungen von dir  hier zu sehen sind, um so besser. Bei den Damen ist ein Bild in einem Badeanzug, im Bikini oder in Wäsche sicherlich nicht schlecht. Bei den Herren tut es aber auch die Calvin Klein Unterhose.

EineSed-Card muss aber auch den Weg zum Kunden finden. Dies kannst du  mit der Post machen, es geht aber auch persönlich. Bei vielen Agenturen und Fotografen musst du dich  kurzfristig voranmelden und dann  kannst  du deine Karte abgeben.